Die Vorbereitungsgruppe für die nächste Jugendzukunftskonferenz (JZK) hat getagt. Von Mittwoch bis Freitag (25.-27.1.06) haben die knapp 20 Mitglieder der Vorbereitungsgruppe ihre bisherigen thematischen Überlegungen konkretisiert. Unter dem gemeinsamen Arbeitstitel "Kulturelle Bruchlinien" sind zu drei Themenbereichen inhaltliche und strukturelle Konzepte zur Gestaltung der JZK entstanden. Fest steht auch der Termin für die JZK 2006: Am 8.Mai ist es soweit.
Solche und ähnliche Formulierungen findet man immer wieder.
Doch was bedeutet Sicherheit? Ist unsere Freiheit gefährdet - oder sogar gefährlich?
Terroristen bedrohen die Welt und die einzige Möglichkeit dies zu verhindern, scheint die Einschränkung der Menschenrechte zu sein. Doch wenn wir unsere selbst gesetzten Maßstäbe aufgeben, könnten wir unsere Vorbildfunktion für andere Länder verlieren.
Diese Diskussion zwischen Recht und Sicherheit, zwischen kategorischem Imperativ und dem Gesetz des Dschungels wollen wir verstehen und mit euch führen.
Eine überholte Utopie aus vergangenen Zeiten?
Oder ist die Krise bloß eine liberale Medienpropaganda?
In der Diskussion um Freiheit und/oder Sicherheit gibt es viele Positionen.
Du glaubst, es betrifft dich nicht?
Der Zusammenhang zwischen Freiheit und Sicherheit fängt schon im Kleinen an.
Was ist grundlegend für deine Entscheidungen nach der Schule?
Die Freiheit, alles zu tun, oder die Sicherheit, dass du auch nach Versagen nicht mittellos da stehst? Ist das eine nicht mit dem anderen verbunden?
Können wir uns die Freiheit und Risiken erst dann leisten, wenn wir einen Rückhalt haben?
Wir fragen, wie "die Regeln" des Systems jeden auf persönlicher Ebene beeinflussen.
Wie sollte unser System in Zukunft aussehen, wenn ihr entscheiden könntet?
Welche Forderungen habt ihr?
Kennzeichen kultureller Bruchlinien ist das Wieder- oder Neuaufleben eines Bedürfnisses nach Sinnstiftung. In der Gruppe 'Trans-Zen-Benz' wollen wir unter anderem die eigenen Zukunftswünsche hinsichtlich der in ihnen enthaltenen Sinnstiftung untersuchen und dabei überlegen, welche Bilder vom Menschen wir dabei transportieren und welche Ideale von Gesellschaft sich aus diesen ableiten lassen. Der Sinnstiftungsinstanz Konsum wollen wir uns ganz besonders zuwenden. Die These des Medientheoretikers Norbert Bolz, dass Konsumismus die Welt erst auf "Zivilisationstemperatur" bringe und unsere Gesellschaft "prächtig mit lauter unglücklichen Individuen" funktioniere, verdient unsere besondere Aufmerksamkeit: "Im System des kapitalistischen Wirtschaftens wurden die Menschen leidenschaftsloser, trockener und berechenbarer - man könnte sagen: sie wurden auf Zivilisationstemperatur gebracht." (Bolz, Norbert (2002): Das konsumistische Manifest. München. S.13.)